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Persönliche Erfahrungen zum Thema Onlinekommunikation 
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Onlinekommunikation: „Ich habe das erste Mal von Twitter in Die Zeit gelesen“

An einem weiteren Beispiel möchte ich Ihnen noch aufzeigen, wie Themen aus dem Internet es in klassische Medien schaffen. So hat zum Beispiel Carmen Hillebrand, Pressesprecherin Consumer bei Vodafone Deutschland, von Twitter zum ersten Mal in der „Zeit“ gelesen. Das berichtet sie in einem Interview auf grenzpfosten.de. Dort erläutert sie auch, wie sie Twitter für ihre Arbeit nutzt.

Zum Artikel

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Onlinekommunikation: "Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Netz und Welt"

Hier noch ein Nachschlag zum Thema meines jüngsten Postings: Thomas Knüwer, Reporter des Handelsblatts und Weblog-Autor, hat Franziska Heine, Initiatorin der Online-Petition „Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009“ interviewt. Darin sagt Heine:

„Es mischen sich jetzt Online- und reale Welt. Ich habe heute jemand getroffen, der Freunde für die Petition gewinnen wollte, die mit dem Netz nicht viel zu tun haben. Aber die sagten ihm, sie hätten alle schon gezeichnet. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Netz und Welt - es ist das gleiche.“

Zum Artikel auf den Seiten von handelsblatt.com

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Onlinekommunikation: Das Internet ist kein Paralleluniversum

Erinnern Sie sich noch an „The Zimmers“? Unter diesem Namen haben die Bewohner eines Londoner Altenheims den Song „My Generation“ von The Who gecovert. Videos der Band und ihres Mitglieds Peter Oakley wurden auch bei Youtube hochgeladen – mit beachtlichem Erfolg.

Erinnern Sie sich vielleicht auch noch daran, wo Sie von dieser Geschichte das erste Mal gehört haben? Ich zum Beispiel habe im heute journal des ZDF von der Existenz der Band erfahren. Nicht im Netz. Sprich: Hier wurde eine Geschichte, die im Internet Furore gemacht hat, in einem klassischen Medium aufgegriffen; hat ein Thema den Sprung aus den sogenannten „Neuen Medien“ in die „Alten Medien“ geschafft. Dies ist kein Einzelfall und kann auch mit Geschichten aus dem Bereich Unternehmenskommunikation passieren.

In meinem ersten Posting in diesem Blog habe ich es so formuliert:

„Das Internet ist kein Paralleluniversum. Was im Netz Thema ist, kann in die traditionelle Öffentlichkeit rüberschwappen: sei es, weil ein Journalist eine Diskussion aufschnappt, diese Diskussionen rein technisch Ihr Google-Suchergebnis beeinflusst oder aber jemand bei Amazon davon abrät, Ihr Produkt zu kaufen.“

Um diese Behauptung zu unterlegen, möchte ich Ihnen noch zwei weitere Beispiele aufzeigen: Das Business-Portal Xing hatte Anfang des Jahres ein Spiel namens „Save the Sacked“ online gestellt. Hierbei musste man Menschen retten, die sich anlässlich ihres Jobverlusts von Hochhäusern stürzten. Rund vier Wochen nach Veröffentlichung begann Mitte Februar bei Twitter und in Blogs eine kontroverse Debatte über „Save the Sacked“. Die Mehrheit der Nutzer empfand das Spiel als geschmacklos. Xing reagierte auf die Diskussion und nahm das Spiel am 16. Februar vom Netz.

Damit war das Thema für das Portal mit Sitz in Hamburg allerdings noch nicht vorbei, denn nun stiegen auch klassische Medien ein, unter anderem die Süddeutsche Zeitung und das Hamburger Abendblatt.

Ein weiteres Beispiel ist die Online-Petition „Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009“. Darin fordert die Initiatorin, dass „der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt“. Sie hält das geplante Vorgehen, „Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die ‚Sperrlisten’ weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.“

Über Twitter und Weblogs wurde im Netz dafür geworben, diese Petition zu unterzeichnen. Mit dem Ergebnis, dass sich nach nur vier Tagen mehr als 50.000 Unterstützer eingetragen haben. „Damit ist die Mindestzahl erreicht, ab der sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Antrag in einer öffentlichen Sitzung beschäftigen muss“, berichtet Spiegel Online am 8. Mai 2009. Angesichts dieser Entwicklungen stieg auch die Tagesschau ein.

Nur zwei Beispiele dafür, dass Diskussionen im Netz nach meinen Erfahrungen nicht einfach als „Klotüren des Internet“ abgetan werden sollten, wie es einst Jean Remy von Matt getan haben soll. Laut Wikipedia nutzt inzwischen aber auch seine Agentur dieses Medium: „In einem eigenen Blog schreiben Mitarbeiter zu Arbeiten der Agentur und Fundstücken im Netz.“

Hat sich auch Ihre Einschätzung von Onlinekommunikation im Laufe der Zeit verändert?

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Onlinekommunkation: Machen Sie sich mit der Blogosphäre vertraut

Nachdem die beiden jüngsten Posts sich in erster Linie um Twitter drehten, geht es diesmal weiter bei Punkt 3 meiner zehn Tipps zur Einschätzung, ob Sie Ihre Kommunikation im Onlinebereich ausbauen sollen:

3. „Es gibt im Netz – wie in der traditionellen Medienwelt – Meinungsbildner, die eine kleine, aber durchaus beachtenswerte Zielgruppe, beeinflussen. Diese sollten Sie – wie jeden anderen traditionellen (Fach)Journalisten, der sich mit Ihrem Unternehmen/Ihrer Organisation/Ihrem Geschäftsfeld beschäftigt – kennen.“

Angesichts der täglich wachsenden Anzahl von Weblogs, erscheint es schwierig, bei der Entwicklung am Ball zu bleiben. Aber keine Sorge: Ihr Feedreader hilft Ihnen dabei. Und gesunde Neugier ebenso: Gucken Sie sich in der Blogosphäre um. Verschaffen Sie sich immer wieder einen aktuellen Eindruck. Welcher Blog erscheint Ihnen kompetent, zuverlässig und relevant? Welchen lesen Sie selbst gern? Mit welcher Autorin/welchem Autor könnten Sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen – und warum (nicht)? Wie auch bei anderen Themen könnten Sie dazu eine Sprachregelung für bzw. gegen eine Zusammenarbeit entwickeln.

Es könnte ja zum Beispiel sein, dass sich ein Blogger bei Ihnen meldet und nach einer Stellungnahme oder einem Pressefoto fragt. Da wäre es von Vorteil, ohne großen Rechercheaufwand zu wissen, mit wem Sie es zu tun haben und ob eine Zusammenarbeit in Ihre Strategie passt. Kommunizieren Sie Ihre Entscheidung eindeutig und gut begründet. Denn Ihre Haltung könnte mit wenigen Klicks zum Thema im Netz werden. Dafür ein Beispiel:

Am 27. Februar erschien auf dem Blog Carta ein Artikel, der eine Konversation zwischen einem Blog-Autoren und der Pressestelle des ZDF beschreibt. Autor Robin Meyer-Lucht hatte für einen Artikel über ZDF-Chefredakteur Nikolas Brender ein Foto in Mainz angefragt. Er bekam es nicht. Erwartungsgemäß konnte er die Entscheidung des ZDF nicht nachvollziehen. Auch hielt er die Kommunikation des ZDF für nicht konsistent. Beides machte er im oben verlinkten Artikel zum Thema.

Andere Blogs haben dies aufgegriffen, etwa Medienlese. Das Resultat: Eine wochenlange Diskussion auf mehreren Blogs, die sich auch schnell solchen Themen wie Wertschätzung, dem Verhältnis zwischen neuen und traditionellen Medien sowie GEZ-Gebühren zuwandte. Hätten Sie gern Anlass gegeben zu einer solchen Diskussion?

Epilog: Am 9. März fand sich die Geschichte bei Spiegel Online wieder – hatte es also in Deutschlands meistgeklicktes Nachrichtenportal geschafft. Und damit wären wir auch schon beim nächsten Hinweis für die Bewertung von Online-Kommunikation: Das Internet ist kein Paralleluniversum. Dazu später noch ein paar Beispiele.

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