Persönliche Erfahrungen zum Thema Onlinekommunikation
Die Beschäftigung mit Medien gehört zu meiner Arbeit in der Intendanz der Deutschen Welle. Unter „Strategischer Medienarbeit“ - so heißt mein Aufgabenbereich - verstehe ich das Monitoring relevanter Inlandsmedien, den Aufbau von Kontakten zu deren Machern und die Positionierung „meines“ Unternehmens in deren Produkten. In diesem privaten Blog versuche ich einen Teil meiner Beobachtungen und Erfahrungen so aufzubereiten, dass vielleicht auch andere davon profitieren können. Anlass dazu war die Tagung Onlinekommunikation im März 2009 in Berlin. Und wenn sich daraus ein beruflicher Kontakt entwickeln sollte – um so erfreulicher. Über Rückmeldungen freue ich mich. Weitere Informationen zu mir und meinen Aufgaben auf der Homepage der Deutschen Welle sowie in meinem Xing-Profil (allerdings nur für Mitglieder). Links zu meinen Profilen bei Twitter und Facebook finden Sie weiter unten.
Ein schönes Beispiel, wie sich die Möglichkeiten von Facebook für die Unternehmenskommunikation einsetzen lassen, wurde kürzlich auf YouTube veröffentlicht. Das Schöne daran ist: Das Rad wurde nicht neu erfunden. Stattdessen hat man für eine schöne Idee die bestehenden technischen Möglichkeiten des sozialen Netzwerks genutzt.
The global rise of Facebook is nothing less than astounding. In the month of June alone it gained 24 million unique visitors worldwide, compared to the month before, for a total of 340 million unique visitors worldwide. It is now the fourth largest site in the world, trailing only Google, Microsoft, and Yahoo sites, according to comScore. (via Techcrunch)
Sollten Sie sich mit Facebook vertraut machen? Ja – sagt Joshua Scribner, Social Computing Advocate bei IBM. In seiner Präsentation – die er ursprünglich für seine Arbeitskollegen bei IBM erstellt hatte – zeigt er auf
welche Schritte dazu nötig sind und
wie Sie von einer Beteiligung bei Facebook profitieren, ohne die eigene Privatsphäre zu gefährden.
Neulich am Flughafen: Eine freundliche Dame spricht mich in Sachen Kreditkarten an. Ich bin der Überzeugung, dass ich keine neue brauche, winke ab und gehe weiter. Ein paar Tage später erzählt mir ein Freund, dass er bei einer Bank einen wesentlichen günstigeren Kreditkartenvertrag hat als ich. Ich informiere mich und erwäge einen Wechsel.
„Plötzlich alle Kanäle zu nutzen, nur um auch dabei zu sein, ist keine gute Idee.“ Sagt Thomas Pleil in einem Interview mit derstandard.at. Darin äußert sich der Leiter des Studiengangs Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt auch zur steigenden Bedeutung von Online-PR und dazu, wie Unternehmen reagieren sollten, wenn sie im Netz zum Thema werden.
Auf Spiegel Online erklärt Autor Christian Stöcker wie Informationsaustausch im so genannten Social Web – im Artikel als „Hast-Du-schon-gehört“-Netz bezeichnet – funktioniert. Eine seiner Thesen: „Eine Nachricht, die einem ein guter Freund weiterreicht, wird automatisch als relevanter erlebt als eine, von der man auf anderem, weniger persönlichem Weg erfährt.“
„Um Kunden im digitalen Zeitalter auf Augenhöhe zu begegnen, müssen Unternehmen einiges verändern. Doch die ersten Schritte sind gar nicht so schwer. Wir beschreiben, in welcher Reihenfolge welche Aktivitäten zu empfehlen sind, um im Social Web zu glänzen“,
schreibt Martin Weigert im Blog netzwertig.com. Seine Tipps sollen „als Orientierungshilfe dienen und dabei helfen, notwendige Maßnahmen zu identifizieren und häufig gemachte Fehler zu vermeiden“. Die zehn Schritte, um im Social Web zu glänzen, finden Sie hier.
Haben Sie noch den Überblick, welche Möglichkeiten das Internet für die Onlinekommunikation bietet? Ich finde diese Grafik der Agentur ethority sehr aufschlussreich, um alle Konversationskanäle, deren Eigenschaften und Möglichkeiten auf einen Blick durchzuschauen.
Die größere Version dieses Prismas finden Sie auf der Webseite von ethority.
Um den Faden vom Sommer wieder aufzunehmen, möchte ich noch ein weiteres Beispiel bringen, wie man mit einem Videoclip – und begleitenden Maßnahmen – strategische Ziele erreichen kann.
Im April 2008 hatte die Umweltorganisation Greenpeace eine internationale Kampagne gestartet, die sich gegen die Abholzung von Wäldern in Indonesien richtete. Bäume dort würden zumeist zur Produktion von Palmöl gefällt, das in „Dove“-Produkten des Unilever-Konzerns verwendet würde, so Greenpeace. „As the biggest single buyer of palm oil in the world, Unilever has a special responsibility to help clean up the industry that's behind so much forest destruction“, beklagte die Umweltorganisation damals. Teil dieser Kampagne war ein Video, das die Abholzung und deren Konsequenzen in zum Teil verstörenden Bildern darstellt.Die Resonanz auf das Video und die begleitenden Maßnahmen hätten Unilever in nur wenigen Wochen dazu bewogen, das Gespräch mit Greenpeace zu suchen, berichtete die Umweltorganisation auf ihrer Webseite. Dabei habe Unilever mehrere Zusagen gemacht, wie die Wälder in Indonesien geschützt werden sollen. Über diese versprochenen Maßnahmen berichtet der Konzern seitdem regelmäßig auf seiner Internetseite und hat unter anderem selbst ein Video zum Thema ins Netz gestellt.
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